… to dream about

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Was lässt dich nicht mehr los? Was fasziniert dich? Worüber träumst du?

 

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Text zum Thema Hoffnung

Für jemanden Hoffnung mehren

In meinem Berufsalltag als Sozialpädagoge, wie auch als Berater bin ich mit Situationen konfrontiert, in denen Klienten die Hoffnung für sich, ihr Umfeld oder ein angestrebtes Ziel verlieren. Sie geben auf weil sie Situation, wie auch sich selbst als Hoffnungslos erleben. Eine Mischung aus Leid, Enttäuschung und Schuld lassen die Situation ausweglos erscheinen. Anders ausgedrückt verliert der Klient durch das Gebunden sein an das Bruchstückhafte, Unvollkommene, Schicksalshafte im Leben den Zugang zum vollkommenen Guten, Sinnvollem das im Menschen als Idee oder Ahnung vorhanden ist. 

Von Zeit zu Zeit bricht dieser ganze Frust,  die Enttäuschung wie die Hoffnungslosigkeit aus den Klienten heraus. Wie kürzlich geschehen als ich ein Klient zu Bett bringen wollte. Erst klagte er mich, die Institution, die Behörden und alle Möglichen an schuldig zu sein, dass seine ganze Kindheit zerstört sei. Er drohte mir sich eines Tages dafür zu rächen. Trotz der Drohung blieb ich im Gespräch und hörte mir seinen Frust an bis der anfänglichen Wut die grosse frage; Warum? Warum tut ihr mir das an? Warum genau ich? folgte. Früher zog sich der Klient jeweils zurück und das Gespräch endete. Diesmal stellte er sich jedoch der Herausforderung genauer hinzusehen. Welche Erwartungen stellt er an sich, seine Familie und sein Umfeld? Was sind wirklich seine Enttäuschungen und sein Leid? Was liegt in seinem Verantwortungsbereich  was im Schicksalshaften? Durch diese Auseinandersetzung konnte Leidensdruck abgebaut und etwas Klarheit geschaffen werden. Im Gespräch lernte er sein Leid zu Verstehen und zu erkennen was in seinem Gestaltungsraum und was im Schicksalshaften liegt. Wir schauten auf die gemeinsame Zeit zurück und erkannten, welche persönlichen Schritte er gemacht hat und welche Hürden er trotz des schicksalshaften Leid das er schon erfahren musste überwinden konnte. Zum Schluss versicherte mir der Klient, dass er seine Rachedrohungen wieder zurücknehme und es schien als sei seine Hoffnungslosigkeit etwas gewichen.

Um den Zugang zur Idee oder Ahnung (Hoffnung) auf das vollkommene Gute, Sinnvolle wieder zu finden braucht der Klient ein Authentisches Ich. Einen Ort an dem er sich selbst sein kann. Mit seinem ganzen Leid, Frust und Enttäuschungen. Lernen hoffnungsvermehrende Entscheidungen zu treffen und dem Zufall (Schicksal) mit Offenheit und Akzeptanz begegnen. Als Unterstützung können wir ihnen Hoffnungsvoll zu Seite stehen. 

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